


Jetzt zeige er dem Publikum, warum man ihn vielleicht nie wieder nach Köln einladen werde, sagte der Zwei-Sternekoch Andoni Luis Aduriz, bevor er eine Handvoll Eier in die verblüffte Menge schmiss. Fünf Jahre lang tüftelte er, bis seine Kreation, die wie so oft bei dem baskischen Superstar nicht das ist, was sie äußerlich vorgibt, perfekt war.
Die quirlige Drei-Sterneköchin Elena Arzak aus dem Baskenland präsentierte mit ihren Gerichten ein unverwechselbares Gespür für Farbe, Licht und Gefühl. Sie führte dem gebannten Publikum neu entstandene Gerichte vor und erklärte deren Entstehungsprozess. Dabei hatte sie einige Zutaten aus ihrem "Laboratorio" im Gepäck, in dem sie gemeinsam mit ihrem Vater Juan Mari fast 2.000 außergewöhnliche Produkte lagert.
Zwei-Sternekoch Massimo Bottura legte offen, wie er sich von der Kunst und der traditionellen italienischen Küche inspirieren lässt. Er verriet den Zuschauern, dass seine Mutter ihm auch heute noch manchmal sage, sie koche besser und zitierte den deutschen Künstler Joseph Beuys: "We shall never stop planting."
Drei-Sternekoch Jonnie Boer aus dem niederländischen Zwolle hatte für die Besucher der CHEF-SACHE 200 Joints dabei. Ein "Nachtisch" mit Hanfsaat und Esspapier, den er auch gerne in seinem Restaurant serviert. Zudem erläuterte der Niederländer auf charmante Weise ein Verfahren, mit dem er fermentierte Gemüsesäfte herstellt.
Der österreichische Zwei-Sternekoch Heinz Reitbauer betonte die Kooperation mit regionalen Erzeugern und erntete damit großen Zuspruch im Saal. Er stellte traditionelle und neu kultivierte Lebensmittel aus dem Alpenland vor und holte die Zuschauer nach der Show zu sich auf die Bühne.
Bereits zum dritten Mal auf der Showbühne und beim Publikum sehr gefragt, legte Drei-Sternekoch Christian Bau dar, wie er zu seinem ganz individuellen Bau-Stil gefunden hat. Nicht zuletzt die Möglichkeit des Austausches auf Veranstaltungen wie der CHEF-SACHE tragen zur Entwicklung einer eigenen Handschrift bei.
Der Zwei-Sternekoch Thomas Bühner erläuterte dem Publikum, wie er neue Aromenbilder kreiert und berichtete von dem drei Hektar großen Nutzgarten, zu dem er seit kurzem freien Zugang hat. Auch wenn man eine nochmalige Steigerung seines umfassendes Aromenspektrums wohl kaum mehr für möglich gehalten hätte, Thomas Bühner hat es geschafft.
Sven Elverfeld erzeugte Blasen mit einer Aquariumpumpe und Hohlkugeln mit kleinen Plastikbällen. Der Drei-Sternekoch verpasste damit traditionellen deutschen Gerichten live auf der Bühne ein völlig neues Gesicht. Die Gesichter der CHEF-SACHE-Besucher zeigten Überraschung und Faszination zugleich.
Nils Henkels Teller leben von der Vielfalt des Gemüses. Mit seinem Plädoyer für mehr vegetarische Gerichte und einen verantwortungsvollen Umgang mit den gegebenen Ressourcen erntete der Drei-Sternekoch zustimmenden Beifall.