Klarheit. Yoshizumi Nagaya. „Nagaya★“, Düsseldorf
Weltbürgerküche

Zunächst würde man in einem Restaurant das Nagaya heißt, und von einem japanischen Chef geführt wird, vermuten, dass typisch japanische Küche serviert wird. Dem ist nicht so. Ja, Nagayas Kreationen finden ihre Grundlagen in der japanischen Küche. Besonders deutlich wird das bei dem Frische-Fanatismus in Bezug auf Seafood und vegetabile Zutaten sowie in der Klarheit und recht schlichten Darbietung der Gerichte. Und natürlich beherrschen seine Köche japanische Schnitt- und Kochtechniken. Doch seine Gerichte sind ein Spiegel der Auseinandersetzung eines Japaners mit seiner neuen europäischen, deutschen Heimat. So wird eine Weltbürgerküche serviert, die sehr individuell ausgeprägt mit großer Finesse und Perfektion daherkommt. Mag Nagayas Thunfisch-Sashimi noch klar in der japanischen Welt verwurzelt zu sein, so lösen sich der bretonische Hummer mit Kirschtomaten oder die Tarte Tatin von fernöstlichen Traditionen. Yoshizumi Nagaya wurde 1971 in der Stadt Gifu geboren. Im Jahr 2000 kam er gemeinsam mit seiner Frau Jun nach Düsseldorf. Drei Jahre später machten sich die beiden selbständig. Jun leitet heute den Service.
nagaya.de